Nicht so einfach – telefonieren mit dem Handy

ja, das Handy gibt es ja noch nicht so lange *hüstel*
Aber damit zu telefonieren ist wohl noch nicht in das Fähigkeiten Repertoire eines Jedermann übergangen. Von SMS möchte ich gar nicht erst anfangen.

Häufig erinnern mich Handy-Telefonate an die guten alten Dosentelefone.
Zwei Dosen, eine Schnur, straff ziehen und los gehts. (Wenn man nicht Ravioli Reste am Ohr kleben haben wollte, zeigte ein kleiner Waschgang im heimischen Spülbecken seine Wirkung.)

Aber zurück zum Thema: Da man sich immer nicht so sicher war ob das auch wirklich funktioniert, hat man eben einfach etwas lauter gesprochen. Oft konnte man gar nicht sagen, ob die Stimme jetzt über die Schnur in mein Ohr transportiert wurde oder doch über die Luft. Der Gesprächspartner hat so laut in die Dose gebölkt, dass sogar ein metallisches Rauschen mit erzeugt wurde.

Wenn ich heute mit meiner Oma telefonieren habe ich dann doch das ein oder andere mal die Vermutung, dass die 300km per Luftübertragung doch kein Problem sind…
Immerhin hören wir jetzt beide gleich schlecht 😉

Kein Wunder also, dass man immer wieder Menschen sieht, die ihr Telefon etwa 10 Zentimeter vom Ohr weg halten, zur Belustigung der anderen Menschen um einen herum, die dann gleich mit beschallt werden.

und damit: EINEN SCHÖNEN SONNTAG!

Mein Schweinehund kann Kunststücke!

Das ist er also: Mein Schweinehund.

Ist er nicht süß? Ich mag seine Kulleraugen und die kleinen hellen Pünktchen darüber, die bewegen sich immer so lustig.

Wenn ich nach Hause komme freut er sich immer so sehr, dass ist er ganz wild vor Glück ist.
Er läuft um mich herum, spring an mir hoch und überredet mich erst einmal dazu, auf dem Sofa eine kleine Auszeit zu machen um ihm den Bauch zu kraulen. Der Arme war ja auch den ganzen Vormittag alleine, da kann ich nicht „nein“ sagen!

Montags und freitags kommt er gerne auch mit zur Arbeit. Dann schlawinert er um meinen Schreibtisch und bringt alles durcheinander, läuft aufgeregt in die Kaffeeküche um sich dort von anderen Kolleginnen streicheln zu lassen, während ich mich dann mit denen unterhalte…
Aber heute Morgen war ich schneller und während er noch laut schnarchend am Fußende des Bettes lag, habe ich mich davon gestohlen.
Zum Glück ist er nicht nachtragend.

Wenn ich dann endlich anfangen will Wäsche zu waschen kommt er mit seinem Lieblingsspielzeug um die Ecke und bettelt so lange, bis ich mit ihm eine Runde tobe. Danach ist er immer ganz schön fertig und möchte gerne ein bisschen Fernsehen gucken – mit mir zusammen – versteht sich. Manchmal nicken wir dabei ein und schlafen ein bisschen.

Er schaut mir auch so gerne beim Surfen zu und bettelt so lange, bis ich endlich meine Bücher weg lege und ihm zeige, was in der Welt so passiert. Außerdem ist er süchtig nach facebook und YouTube, da müssen wir dann auch immer noch vorbei schauen.

Weigere ich mal und gebe ihm zu verstehen, dass ich jetzt wirklich lernen muss, macht er kleine Kunststücke für mich.
Er kann eine Rolle machen, auf den Hinterpfoten stehen, auf Kommando süß gucken und den Kopf dabei schief stellen.
Das ist einfach so süß, da kann man ja nur hin gucken!

Ehe man sich versieht ist es schon Abend und wir machen uns was zu Essen und beenden den Tag gemütlich auf der Couch.
Naja, wieder nichts geschafft heute, aber der Kleine ist ja auch so süß!

Morgen Trainieren wir ein neues Kunststück: tot stellen 😉

Kathy
(und schweini)

Welt Schmerz

So viel Welt und
so viel Schmerz.

So viel Weltschmerz!

So viel Tunnel und
so wenig Ende.

So wenig Licht, am Tunnelende!

So viel Schwarz und
so viel Nacht.

So schwarz, die dunkle Nacht!

So viel Welt und
so viel Schmerz.

In mir, so viel Weltschmerz!

In mir die Welt, so sehr schmerzt.

Kleine Odysee am Morgen

Eigentlich war es ja klar, dass ich den Bus nicht mehr bekomme.
Gestresst hetze ich zur Bushaltestelle um den Bus schon an der Ampel zu sehen.
Scheiße!
Ich überlege kurz ob ich zurück gehe, in 10 Minuten kommt der nächste Bus. Noch schnell sie Zeitung aus dem Briefkasten holen, oder doch noch den anderen Pullover anziehen?

Da kommt der Bus zum Bahnhof, genau die andere Richtung, ich könnte diesen nehmen, am Bahnhof in die S Bahn steigen und zur Arbeit fahren, besser als bei diesem Wetter hier rum zu stehen. Gesagt getan.
Während der Fahrt überlege ich mir, dass ich schon zwei Stationen eher aussteigen könnte um so vielleicht noch eine Bahn eher zu erwischen. Schnell springe ich auf und hüpfe aus dem Bus….  drei Sekunden später fällt meinem müden Gehirn ein, dass die Haltestelle wegen Bauarbeiten nicht angefahren wird.
Na toll!
Aber auch hierfür habe ich eine Lösung, schnell den Bus in die Stadt nehmen und eine Station weiter fahren als sonst um die Bahn zu bekommen. Gute Idee… Jein.

Denn die Haltestelle ist viel weiter abgelegen als gedacht und zu allem Übel steht die Polizei an der Kreuzung, bereit mich zu schnappen wenn ich bei rot über die Ampel husche. Meine Bahn ist bestimmt gleich weg. Ich laufe, nein ich renne!
Die Handtasche fest unter den Arm geklemmt den Schal hinterher wehend flirte ich die enge Straße hinunter, um auf einem leeren Bahnsteig anzukommen. Verpasst!

Mich empfangen die Gerüche nach kalten Zigarettenrauch, Müllabfuhr und Urin.

Doch die Anzeige Tafel frohlockt, dass die nächste Bahn schon in drei Minuten kommt. Nach Plan fährt hier schon lange nichts mehr. Heute zu meinem Glück.

Die Bahn ist rappel voll. Ein müdes Gesicht drängt sich an das andere. In den kalten Händen heißer coffee-to-go in bunten Pappbechern mit weißem Deckel. Dazu ein belegtes Brötchen aus dessen Spalten die weiße fettige Mayo wie Spachtelmasse quillt und die ein oder andere Hose versaut. Frühstück für gestresste.

Punkt 8 Uhr bin ich im Büro, wie immer, als sei nichts passiert.
Was man alles erleben kann, während man sonst 10 Minuten auf den nächsten Bus wartet.

Und damit, euch allen einen schönen Start ins Wochenende,
Kathy

Zahlen, die Ordnung der Welt

Zahlen beherrschen die Welt.Sie sind überall zu finden und drücken alles aus.
Die Blüten-Struktur eines Romanesco Kohls weißt beispielsweise Fibonacci-Spiralen auf, so kommt es nicht zu Überschneidungen von Blättern.
In der Natur lassen sich tausende Beispiele finden, wie sich Zahlen in wunderschönen Formen ausdrücken und andersherum.

Womöglich fasziniert des Mathematiker so sehr von ihrem Fach, dass sich scheinbar alles in Zahlen ausdrücken und mit diesen erklären lässt.

Auch unser Alltag wird von Zahlen reguliert und beherrscht.

365 Tage hat das Jahr, 12 Monate, 7 Tage  die Woche, 24 Stunden der Tag, 60 Minuten eine Stunde, 60 Sekunden sind eine Minute….

um 06:50 Uhr fährt jeden Morgen der Zug und von 12 bis 15 Uhr ist Mittagszeit, in der man nicht laut sein darf, aber trotzdem weiter arbeiten soll. Wer macht schon drei Stunden Siesta? Hier in Deutschland wohl keiner.

Aber Zahlen sagen oft gar nicht wirklich viel aus und sind in ihrer Bedeutung sehr variabel.
Ein milder Frühjahrstag mit satten 16 ° Celsius lädt uns zu Sonnenbrillen, Eis und T-shirts ein. Im Herbst dagegen sind wir so an die Wärme gewöhnt, dass wir eine Pullover anziehen.

5:30 Uhr Morgens erscheint uns unglaublich früh, so früh, dass es schmerzt und jede Faser des Körpers gewaltsam aus dem warmen Bett gerissen werden muss. Jeden Morgen sitzt man gerädert am Frühstückstisch und nimmt sich vor endlich mal eher ins Bett zu gehen, weil man das Gefühl hat jeden Moment hinten rüber zu fallen um auf dem kalten Küchenboden einfach weiter zu schlafen.

5:30 ist aber eine tolle Zeit um einer der letzten auf der Tanzfläche zu sein, den Platz um einen herum zu genießen. Oder um fröhlich und müde nach Hause zu schlendern, den Kopf in den Nacken gelegt, den Vögeln lauschend und die ersten Sonnenstrahlen genießend.

Die selben Zahlen, jeden Tag zu gleichen Zeit und doch können so unterschiedliche Dinge, Gefühle, Erfahrungen und Wünsche dahinter stehen. Vielleicht läuft SIE schon zum achten mal die Wartehalle im Flughafen auf und ab, weil ER gleich landet, 5:30 Uhr  Morgens erscheint ihr unglaublich spät und noch eine Ewigkeit entfernt.

Die Zeit ist ein fliehendes Pferd, mal scheu, mal neugierig, mal trabend mal stehend um dann wider davon zu galoppieren.
05:31 Uhr alles kann anders sein.

Auch wir werden von Zahlen beherrscht und bestimmt.

In Telefongesprächen mit der Versicherung, der Bank oder dem Online Versand wir man immer häufiger als erstes nach der Kundennummer, Kontonummer oder Bestellnummer gefragt. Der Name ist sekundär und nur für die Kontrolle nötig. Ob es einem auffällt, wenn man sich gleich mit 0821-455749-32 meldet?

„Guten Tag ich bin 0821-455749-32 und habe eine Frage zu meinem Anschluss.“
„Hallo. Ich verbinde Sie umgehen mit dem Service. Kann  ich sonst noch etwas für Sie tun?“

Egal ob Universität, Arbeitgeber, Bank, Versicherung, Bibliothek, Versand, Einzelhandel, Energieversorger, Autovermietung, Steuer oder Verein, man bekommt eine Nummer und der Name verschwindet zum  blassen Detail in einer Papier- und Datenflut.

Vermutlich ist meine IP bekannter als mein Name.

Es Grüßt,

11 1 20 8 25

Schuhe

Für die einen schlichte Gebrauchsgegenstand, für die andere Hobby und Sinn stiftender Lebensinhalt.

Wenn es um Schuhe geht, driften die Meinungen auseinander wie Essig und Öl in der Salatschüssel.
Angefangen von Nutzwert-Diskussionen „Aber Schatz, ich BRAUCHE diese Schuhe“,
hin zu Stil-Fragen wie“braun zu schwarz? Hell oder dunkel? Keil- oder Trichterabsatz?“

Die meisten Männer haben nur eine sehr geringe Auswahl an Schuhen: Turnschuhe, FlipFlops oder Sandalen, Winterboots, der ein oder andere noch chice Schuhe zum Anzug. Bäm das wars.

Ist ja auch viel, viel einfacher als bei Frauen. Schließlich müssen sich Männer nicht mit der Absatz-Frage herumschlagen, ganz einfach: Flach.

Frauen hingegen BRAUCHEN 😉 die verschiedensten Schuh-Arten für unterschiedliche Kleidung.
Wer sich dann noch Styletechnisch „nie braun zu schwarz“ verschrieben hat, brauch alles noch in doppelter Ausführung. Aber…. Moment. Immer nur dunkle Schuhe? Das ist ja auch zu trist, also noch ein Paar helle, bunte oder verspielte hinzu.

Neben des Absatzes, ist auch noch die Form entscheidend. Im Sommer Turnschuhe geht genauso wenig wie im Herbst Ballerina. Zum edlen Kleid müssen es aber schon Pumps sein und im Park dann doch lieber Sandalen oder Flipflops und für´s Büro?

Wie man sieht, ist es gar nicht so leicht, den Schuhschrank nicht zum Überlaufen zu bringen.

Im Restaurant

Ich sitze gerade im Restaurant und warte, dass meine Begleitung mit dem Essen kommt. Es ist eines dieser kippen Lokale, die Cafeteria-Feeling vermarktungsfahig gemacht haben.

Interessanterweise scheinen alle Wartenden um mich herum in ihr Handy versunken zu sein. Wobei man hier eventuell tatsächlich Smartphone verwendet müsste. Jeder starrt auf sein hochauflösendes Display als würde sich auf der spiegelnden Oberfläche DIE Lebensweisheit schlechthin offenbaren.

Die flüchtigen Blicke nach links und nach rechts sind nur unsichere Rückversicherungen zur Realität. Die Fragezeichen in den Gesichtern verraten, dass die Realität hinter der Glasfläche viel aufregender und gewohnter ist als das schlichte Treiben um einen herum. Können Smartphones einen Flow erzeugen? Vergleichbar wie das versinken in ein spannendes Buch oder das Eintauchen in einen guten Film?

Immer öfters scheint der Blick für die kleinen ECHTEN Dinge im Leben verloren zu gehen oder in kleinen rudimentären Fetzen hängen zu bleiben.

Mein Akku ist leer und auch ich tauche wieder auf.

K’OM

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